Die Keramik
begleitet den Menschen seit den frühesten Zeiten. Sie existerte schon,
als er die Haustiere zähmte und die Naturgottheiten beschwor oder
wenn er nach gewwonenem Kampf bei einem Festgelage.einen Toast aussprach.
Er benutzte Keramikgegenstände, wen ein junges Leben begrüßte oder
von einem Toten Abschied nahm. Keramikgeschirr stand auf der könglichen
Tafel und den Tischen der Bauern. Man zerschlug es als Glücksbringer.
Aus Keramik kunstvoll gefertigte Obstschalen.Sorgfältig in der Anrichte
aufbewahrt, begleitete so eine Obstschale mehrere Generationen.
Wenn wir heute voller Pietät eine Keramiktasse in die Hand nehmen,
suchen wir darin Spuren der Vergangenheit, stellen wir uns Lebensgeschichten,
Ortschaften und Ereignisse vor, deren Zeuge sie war. Betrachten wir
Kunstwerke aus Keramik, fühlen wir uns ihnen verbunden, denn ähnlich
wie der erste Mensch wurden sie aus Lehm geschaffen. All das erinnert
uns daran, dass es trotz des allgegenwärtigen Chaos eine verborgene
Ordnung gibt, die immenr noch ähnlich wie vor Jahrhunderten für die
Entstechnung eines Keramikgegenstandes dasZusammenwirken deiner Kräfte
erfordert – der Erde, des Feuers und der Hände des Menschen.

